Dennis Looijenga

Verpassen Sie Ihrer Online-Magazine den richtigen Rhythmus

von Dennis Looijenga

Ein durchdachtes redaktionelles Konzept ist das Fundament Ihrer (Online-)Zeitschrift. Das gilt erst recht für Magazine, die regelmäßig erscheinen. Ein fester Blattrhythmus hat für den Leser den Vorteil der Wiedererkennung und für Sie den Nutzen einer zeitlichen Strukturierung bei der Erstellung von Inhalten. Nach einer gewissen Zeit ist anhand der Statistiken ersichtlich, für welche Themen sich die Leser interessieren. Der Inhalt kann dadurch immer präziser auf die Zielgruppe abgestimmt werden. Prima!

Wie war das noch mal mit dem redaktionellen Konzept?

Das redaktionelle Konzept enthält elementare Festlegungen wie Zielvorgaben, Bezugsperson, Tonfall und Text-Bild-Verhältnis. Dabei darf man auch nicht vergessen, die Beschreibung der festen Rubriken in das redaktionelle Konzept beziehungsweise das Blattformat aufzunehmen. Auf diese Weise ist immer ein Dokument vorhanden, auf das man zurückfallen kann. Auch wenn Magazinbeiträge (Texte, Bilder, Animationen, Videoaufnahmen) extern erstellt werden, empfiehlt es sich, das redaktionelle Konzept als Ausgangspunkt mitzuschicken.

Blattrhythmus - was bedeutet das?

Erscheinen die Ausgaben monatlich, vierteljährlich oder vielleicht sogar wöchentlich, so benötigt man dafür ein Gerüst. Das gilt für Sie, den Ersteller der Inhalte, aber auch für den Leser. Es ist angenehm, wenn eine Zeitschrift in ihrer Einteilung und Gestaltung erkennbar ist. Das ist gemeint, wenn von Blattrhythmus die Rede ist. Beispiele sind Leitartikel am Anfang einer jeden Ausgabe oder eine Seite mit kürzeren Meldungen, die auf das lange Interview folgt. Die Qualität des Blattrhythmus lässt sich kaum in Zahlen fassen. Man kann jedoch testen, ob die Einteilung für eine gute Lesbarkeit sorgt, indem man die Zeitschrift von mehreren Personen durchblättern lässt und sie anschließend dazu befragt, wie sie die Abwechslung bewerten. Ist die Zahl der langen Seiten zu groß, oder bietet die Zeitschrift ein ausgewogenes Bild? Durch diese feste Gliederung weiß der Leser, was ihn erwartet, und sind seine Lieblingsartikel oder -rubriken leicht auffindbar. Der Vorteil für Sie: Für die nächste Ausgabe steht immer ein geeignetes Muster zur Verfügung. Einfach mit Inhalt auffüllen!

Tipp: Schöne Beispiele für einen angenehmen Blattrhythmus durch die wechselweise Verwendung kurzer und langer Mitteilungen und das Spiel mit verschiedenen Vorlagen:

Volvo Winter Tires EYQ

Wie legt man den richtigen Blattrhythmus fest?

Ein guter Blattrhythmus fängt mit einem "Brett" an. Dabei handelt es sich um die schematische Darstellung sämtlicher Seiten in Ihrer Zeitschrift und der dazugehörigen Einteilung. Ein Brett wird beispielsweise in Word oder Excel erstellt. Darin sind die festen Rubriken sichtbar, die in den einzelnen Ausgaben um andere Themen ergänzt werden. Kurze und lange Artikel sollten einander abwechseln, und auch der Stil je nach Artikel unterschiedlich ausfallen. So wählt man im einen Artikel beispielsweise eine Frage-Antwort-Einteilung, während im anderen Artikel ein "single quote" präsentiert wird. Die Einbindung von Video, Musik oder interaktivem Inhalt sorgt für noch mehr Lebendigkeit.

Tipp: Denken Sie dabei auch an Ihre Kommunikationsziele. Was soll vermittelt werden? Legen Sie fest, auf welche Themen Sie in jeder Ausgabe Ihrer Zeitschrift eingehen wollen.

Wie lautet der Zusammenhang zwischen Blattrhythmus und Seitenzahl?

Es ist gar nicht so leicht, für eine Digitalzeitschrift die richtige Seitenzahl zu bestimmen. Im Allgemeinen gilt für Online-Ausgaben, dass acht bis zehn Seiten für flüchtig lesende Nutzer gut zu bewältigen sind. In Online-Zeitschriften kann ohne Probleme eine Seite hinzugefügt oder herausgenommen werden, doch auch hier sollte man behutsam vorgehen. Ein Leser mag es gern, wenn er vorher einschätzen kann, wie viel Zeit er für das Magazin braucht. Deshalb ist eine größere Erscheinungshäufigkeit bei geringerer Seitenzahl eine bessere Option als 25 Seiten voller Informationen, die dem Leser auf einen Schlag vor die Nase gesetzt werden.

Tipp: Bei langen Artikeln die voraussichtliche Lesedauer angeben. Am Bildschirm liest man durchschnittlich 200 Wörter pro Minute. Hinter der Überschrift folgt dann zum Beispiel die Angabe: (geschätzte Lesedauer: 3 Minuten).

Wo findet man Inspiration für interessante Rubriken?

Feste Rubriken sind in regelmäßig erscheinenden Zeitschriften immer sehr beliebt. Das setzt allerdings voraus, dass diese zum Blattformat passen. Einfach ist es nicht, sich eine gute Rubrik auszudenken, aber man kann sich natürlich von bestehenden Zeitschriften, Zeitungen und Webseiten inspirieren lassen. Welche Rubriken lesen Sie selbst gerne? Und kann man diese auf andere Weise präsentieren? Dann los! Und vor allem: Lassen Sie Kollegen mitwirken. Gemeinsam erreicht man oft mehr als allein.

Ideen für Rubriken:

  1. Zaungast: Man wirft einen Blick (Fotoreportage) auf andere oder ausländische Niederlassungen.
  2. Angenehm: Mit der Schiebebalkenschablone werden neue Kollegen oder besondere Menschen aus dem Unternehmen vorgestellt.
  3. Die Woche, die Tasche oder der Einkaufskorb von: Ein Kollege berichtet über seine Arbeitswoche, oder ein Kunde zeigt, was in seinem Einkaufskorb gelandet ist und welche Gründe es dafür gab. Die Hotspot-Seite ist dafür ausgezeichnet geeignet, denn dafür wird nur ein einziges gutes Foto benötigt.
  4. Ganz und gar anders: Hier zeigt man einen Kollegen oder Kunden von einer unbekannten Seite.

Testen Sie jetzt die kostenlose Probeversion und entdecken Sie die unbegrenzten Möglichkeiten unserer Plattform!

Dennis Looijenga
Dennis is a product marketer at Foleon. He works on our market positioning, product messaging and crystalizes the value of our platform.



Bleiben Sie auf dem neuesten Stand

Erfahren Sie alles über die Zukunft von interaktiven Web-Inhalten - melden Sie sich für unsere Produkt-News und Blog-Updates an!




Social Media

Folgen Sie uns für frische Inhalte, Tipps und Tricks und tolle Beispiele!

Gehe zu:

Produzieren und veröffentlichen Sie fesselnde Inhalte

7 Tage Gratistest